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'Präoperative Behandlung mit Mupirocin-Nasensalbe', Version vom 13.12.2007, zum Druck erstellt am 04.02.2012 um 20:33 Uhr
Präoperative Behandlung mit Mupirocin-Nasensalbe
Mupirocin, ein in Salbenform erhältliches natürliches Antibiotikum aus Pseudomonas fluorescens, wird zur topischen Dekolonisationstherapie bei nasaler Besiedlung mit Staphylococcus aureus verwendet. In einer deskriptiven Literaturanalyse wurden 13 vergleichende, prospektive klinische Studien ausgewertet, in denen der Einfluss einer präoperativen Behandlung mit Mupirocin-Nasensalbe auf die postoperative Infektionsrate evaluiert wurde.
Ergebnisse: 5 prospektive, randomisierte Studien ließen keinen signifikanten Effekt einer Mupirocinprophylaxe im Hinblick auf die Rate aller postoperativen Infektionen im OP-Gebiet oder S.-aureus-bedingter Infektionen erkennen. In 5 von 8 „Vorher-nachher“-Studien wurde dagegen ein signifikanter Rückgang aller postoperativen Infektionen im OP-Gebiet, in 4 von 8 ein signifikanter Rückgang S.-aureus-bedingter Infektionen beobachtet. In 3 „Vorher-nachher“-Studien wurde die Rate MRSA-bedingter Infektionen ermittelt; alle 3 zeigten eine signifikante Reduktion unter Mupirocin.
Schussfolgerung: Aufgrund der Datenlage kann eine routinemäßige Mupirocinprohylaxe vor chirurgischen Eingriffen nicht empfohlen werden. Dies gilt auch für spezielle Indikatoren wie die Herzchirurgie. Unabhängig von der Studienlage wird die präoperative Dekolonisationstherapie und Dekontamination MRSA-positiver Patienten aufgrund rationaler Überlegungen empfohlen.
Quelle: M. Trautmann et al. Dtsch Arztebl 2007; 104(47): A 3259–65 [1]
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